Durch einen glücklichen Zufall konnten wir im Sommer 2023 einen alten, nach Süden ausgerichteten Olivenhain mit einem kleinen Landgut in Umbrien erwerben. Das Terrain mit den knorrigen Olivenbäumen der Sorten Frantoio, Moraiolo, Leccino und Pendolino bietet eine beeindruckende Sicht über das Teveretal. Es sind diese vier Olivensorten, die unserem Olivenöl extra vergine ein einzigartiges, fruchtiges Aromaprofil verleihen.

Das landwirtschaftlich geprägte Tal mit seiner bäuerlichen Bevölkerung berührt uns. Man spürt sichtlich den Stolz über die lange Olivenkultur – unser kleines Dorf mit 1500 Einwohnern besitzt allein drei Olivenmühlen.

Unseren ursprünglich vernachlässigten Olivenhain auf 500 müM pflegen wir – Jacqueline und Andreas – in viel Handarbeit auf biologischer Basis. Nach einer Ausbildung zum Baumpfleger schneiden wir die rund 200 Olivenbäume im Februar/März selber, verwenden längere Holztriebe zum Korbflechten oder wir häckseln die Abschnitte direkt wieder ins Terrain. Weitere Pflegearbeiten folgen im Jahresrhythmus, vor allem das Mähen des abschüssigen Geländes, damit wir für die Ernte die Netze auslegen können. Bei Gelegenheit füllen wir die durch die Wildschweine entstandenen Löcher wieder mit Mulch und Erdmaterial auf. Im Oktober/November freuen wir uns auf die Ernte, die wir schonend von Hand mit dem Rechen oder dem Olivenrüttler verrichten. Es ist uns wichtig, die reifen Oliven in möglichst kurzer Zeit in der Mühle im eigenen Dorf abzuliefern.

Die Kaltpressung bei Temperaturen zwischen 25 und 26 Grad Celsius garantiert, dass die Eigenschaften der Oliven sowie die natürlichen Aromen der Früchte erhalten bleiben und biologisches Olivenöl höchster Qualität entsteht. Zu beobachten, wie der goldene Ausfluss nach harter körperlicher Anstrengung im Chrombehälter gesammelt wird, ist ein unbeschreiblich emotionaler Moment! Nun bleibt noch das Dekantieren und die Filterung des Öls, um es im Edelstahltank unter Sauerstoffausschluss lagern zu können.

Wildschweinrudel sind nur einige Bewohner auf unserem waldnahen Gelände. Es tummeln sich auch Dachse, Smaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen, Grillen und Schlangen bei uns in der Natur. Oft beobachten wir den Schlangenadler, wie er grosse Strecken über unseren Köpfen segelt.

Wir sind angekommen auf unserem Flecken und sehr glücklich.

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